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Der Finanzrocker im Interview

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Der Finanzrocker rockt und bloggt!

 

Sein Fachgebiet: Geldanlagen mit einer gehörigen Portion Rockmusik.

 

Eine rebellische Kombination!

 

Mit seiner Arbeit hat es Daniel alias Finanzrocker auf den zweiten Platz beim comdirect Finanzblog Award 2015 geschafft.

 

Mittlerweile bloggt er nicht nur über Geldanlagen und Rockmusik er hat auch ein Finanzbuch veröffentlicht.

 

Zeit den nordischen Rockmusiker und Bloggerkollegen näher unter die Lupe zu nehmen.

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Seit wann bloggst Du und warum?

Ich blogge erst seit März 2015. Meine Intention mit dem Bloggen anzufangen kam dadurch zustande, dass ich keinen hatte, der sich mit mir über das Thema Finanzen und Geldanlage austauschen wollte. Für die meisten meiner Freunde, Kollegen oder meiner Familie ist das ein Thema, über das sie nicht sprechen wollen. Zufällig hörte ich dann einen Podcast über das Bloggen. Und dabei fiel mir ein, dass das eigentlich genau die richtige Plattform ist, um das Thema in den Fokus zu stellen und sich auszutauschen.

 

Nach zehn Monaten kann ich jetzt sagen, dass eine sehr gute Entscheidung war – vielleicht sogar die Beste, die ich je getroffen habe. Insgesamt hatte ich über 80.000 Leser, über 150.000 Hörer meines Podcasts und habe auch noch zwei Preise für meinen Blog gewonnen.

Wie bist Du auf die Idee gekommen Geldanlagen mit Rockmusik zu kombinieren?

Seit über 25 Jahren höre ich jetzt Rockmusik und seit knapp 20 Jahren Heavy Metal. Da bot es sich an beide Themen miteinander zu verknüpfen, denn auch mit Finanzen beschäftigte ich mich sehr viel.

 

Jetzt heißt meine Kolumne Gitarrensolo, mein Newsletter Backstagepass und mein Aktiendepot veröffentliche im Rahmen meiner Plattensammlung.

Stell dir vor: Du stehst vor einem Millionenpublikum mit deiner Gitarre auf der Bühne. Du hast nur drei Tonsätze Zeit die Leute von deinem Finanzblog zu überzeugen. Was rockst Du?

Echt coole Frage. Auch wenn ich kein großer Freund von kommerzieller Musik bin würde ich „It´s my life“ von meinem alten Jugendidol Bon Jovi spielen. So etwas begeistert die Leute relativ schnell.

 

Auf Blogebene ist es genauso: Du musst Themen finden, die die Leser sofort ansprechen. Das kann ein Artikel mit essentiellem Mehrwert für den Leser sein oder etwas kommerzielleres wie Netflix sein, mit dem sich jeder identifiziert. Bisher ist mir genau das ganz gut gelungen.

Man lernt ja bekanntlich nie aus. In welchem Bereich (Finanzen) möchtest Du dich gerne weiterentwickeln?

Hier geht es mir vor allem um betriebswirtschaftliche Prozesse, die auch bei der Unternehmensbewertung eine große Rolle spielen. Um mich dort weiterzubilden, mache ich ab März eine sechsmonatige Weiterbildung neben Beruf und Blog.

Welche drei deiner Artikel waren 2015 die am Meisten gelesenen Artikel?

Am meisten wurde mit Abstand mein Artikel über fünf Werkzeuge, mit denen der Leser seine Finanzen besser regeln kann. Danach war meine Serie über Finanzplanung und mein Artikel über die Rente am Erfolgreichsten.

Du bist auf dem zweiten Platz beim comdirect Finanzblog Award 2015 gelandet. Wie hast Du dich gefühlt einen der besten Finanzblogs unter den teilnehmenden deutschen Finanzblogs zu rocken?

Die Wahl und die Verleihung waren bisher ein absolutes Highlight. Und gleichzeitig war es eine Bestätigung der Arbeit, die ich leisten muss um den Blog am Laufen zu halten. Zusätzlich habe ich ja auch noch den 1. Platz bei der Wahl zum Finanzblog des Jahres (SMEIL 2015) erreicht. Jetzt geht es darum den Platz zu verteidigen – und vielleicht sogar den ersten Platz beim Finanzblog Award zu erreichen. Das ist aber echt viel Arbeit.

Welchen nachhaltigen Finanztipp würdest Du den Leserinnen und Lesern der MoosParade empfehlen?

Sich selbst treu bleiben! Wenn Du Geld anlegst, solltest Du selbst entscheiden, wie und warum Du etwas anlegst. Sonst fängst Du nach kurzer Zeit wieder an umzuschwenken, wenn Du etwas Interessantes gelesen hast. Ich habe viele Leute kennengelernt, die ständig ihr Anlageverhalten geändert haben – und am Ende unglücklich mit den dürftigen Ergebnissen waren.

Bezüglich der Leserinnen: Sind Frauen die besseren Geldanlegerinnen? Einige Studien behaupten das.

Die Antwort auf diese Frage schließt sich eigentlich an meine vorherige an. Frauen legen bodenständiger und nicht so riskant wie Männer an. Und sie ändern ihre Meinung auch nicht so häufig. Am Ende haben viele Frauen so eine höhere Rendite. Generell ändern sich aber die Vorteile der Geschlechter alle drei oder vier Jahre. Manchmal haben die Männer dann beim Spekulieren auch Glück.

Welche ersten Schritte würdest Du einem Anleger empfehlen, der 10.000 Euro an der Börse anlegen möchte?

Auf jeden Fall eine breite Streuung. Eröffne gleich morgen ein kostenloses Konto/Depot bei einer Direktbank und investiere die Hälfte des Geldes im Verhältnis 70 zu 30 in ein MSCI World- und ein MSCI Emerging Markets ETF.

 

Nach vier Monaten investierst Du die zweite Hälfte des Geldes noch einmal in diese ETFs. So legst Du auch nicht zum falschen Zeitpunkt an. Parallel solltest Du aber genügend Notfallreserven auf Deinem Tagesgeldkonto ansparen.

Du kennst doch sicherlich eine Börsenweisheit, die höchstwahrscheinlich auch noch in hundert Jahren gilt?

Oh, da gibt es so viele, dass damit Bücher gefüllt werden. Mein Lieblingsspruch vom amerikanischen Millionär J.D. Rockefeller ist auch schon älter. Aber er hat gesagt: „Lieber eine Stunde über Geld nachdenken als eine Stunde für Geld zu arbeiten.“ Und genau darum geht es ja auch bei der Geldanlage. Sich einmal hinsetzen, alles durchdenken und dann machen.

Fangfrage: Welcher Anlegertyp bist Du - der Börsenwarmduscher, der Börsenfachmann oder der Börsenglücksritter?

Ich antworte hier mal nach dem Ausschlußverfahren. Da ich ein aktiver Investor bin, der seine Werte breit streut, kann ich den Warmduscher ausschließen. Hier ist nämlich immer ein gewisses Risiko damit verbunden.

 

Ein Glücksritter setzt auf irgendwelche gerade angesagten Werte, bei denen die Kennzahlen aber nicht überzeugen, oder auf Produkte mit Hebelwirkung wie CFDs. Ich werte meine Aktienwerte vorher aus und entscheide mich dann erst für einen Kauf.

 

Somit fällt auch der Börsenglücksritter flach und ich entscheide mich eher für den Börsenfachmann – auch wenn ich mich so nie bezeichnen würde. Ich handele eher nicht aus dem Bauch heraus und agiere langfristig.

 

 

 

Hier die Auflösung: Bei Gewinnen reagiert er gelassen und realisiert sie nicht übereilt. Er beobachtet den Markt genau und handelt trotz Turbulenzen nicht aus dem Bauch heraus. Bezüglich Vermögensaufbau und Vorsorge agiert er langfristig. Er setzt auf Qualität. Streut so breit wie möglich.

Du hast ein Finanzbuch geschrieben. Gratulation! Ich kann mir vorstellen, dass es ein gewaltiges Vorhaben war. Was war deine Motivation durchzuhalten? Außer Rockmusik!

Das Buch war ein ziemlicher Kraftakt, weil ich morgens vor der Arbeit um 5 Uhr aufgestanden bin, um dann eine Stunde stur zu schreiben. Das Buch soll ja eine Ergänzung zum Blog sein und anderen Leuten zeigen, wie sie nicht anlegen sollten.

 

Mich haben Cover, Lektorat und Werbung sehr viel Geld gekostet, aber ich wollte die Geschichte einfach genau so erzählen.

Worum geht es in deinem Buch „Jetzt rocke ich meine Finanzen selbst!“?

In dem Buch schildere ich meine Fehltritte und Anfänge an der Börse und erkläre dann, wie es der Leser besser machen kann. Das Buch ist nicht sonderlich dick, sondern sehr komprimiert. So kann der Leser seinen Plan gleich umsetzen.

Welche Projekte planst Du für Finanzrocker noch so?

Als nächstes steht erstmal mein Hörbuch auf der Agenda und die Veröffentlichung des Buchs in der gedruckten Variante. Ansonsten habe ich viele Ideen, aber gehe es dieses Jahr etwas langsamer an.

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