Mit einem Wertpapiersparplan kannst Du Wertpapiere mit wenig Kapital ansparen.
Mit geringen monatlichen Sparraten und in kleinen Schritten kannst Du über die Jahre und Jahrzehnte ein stattliches Vermögen aufbauen.
Dass überaus flexibel, zu günstigen Konditionen und langfristig mit besten Rendite-Chancen.
Bereits ab 25 Euro im Monat bieten gängige Anbieter Wertpapiersparpläne an.
Bei einem Wertpapiersparplan gibt es ein paar Grundzutaten, auf die es wirklich ankommt:
- Langfristig handeln
(Die Gewinnwahrscheinlichkeit an der Börse nimmt mit der Länge des Anlagehorizontes zu. Das Verlustrisiko nimmt rapide ab.) - Kosten sparen
(angemessene Gebühren, geringe Gesamtkostenquote, kein Ausgabeaufschlag etc.) - Risiko streuen – Diversifikation
(Neben dem Zeitfaktor beeinflusst die Risikostreuung die Gewinnwahrscheinlichkeit an der Börse.)
Im Detail bedeutet das:
- Den Wertpapiersparplan solltest Du im besten Fall für mehrere Jahrzehnte angelegen. Der Zinseszins kann sich voll entfalten.
- Der Wertpapiersparplan muss wenig kosten, damit Du mit deiner Sparrate mehr Anteile erwerben kannst und die Rendite bei dir verbleibt.
- Den Wertpapiersparplan solltest Du breit aufstellen, damit eine optimale Risikostreuung gewährleistet ist. Die Vergangenheit zeigt, dass ein breit aufgestelltes Portfolio langfristig allen anderen Anlagestrategien überlegen war.
In diesem ultimativen Artikel zeige ich dir nach dem Frage-Antwort-Prinzip:
- Was ist ein Wertpapiersparplan?
- Warum solltest Du das Wertpapiersparen bei deinem Vermögensaufbau berücksichtigen?
- Welchen Anbieter solltest Du wählen?
- Welche Wertpapiere solltest Du wählen, um eine spürbare Rendite zu erzielen?
- Wieviel Rendite ist mit einem Wertpapiersparplan drin?
- Wie handelst Du das Risiko im Wertpapiersparplan?
- Was kostet ein Wertpapiersparplan?
- Was solltest Du beachten, damit ein Wertpapiersparplan minimale Kosten verursacht?
Weil dieser Artikel recht üppig ist, habe ich alle Informationen in einem praktischen Handbuch und als Kindle-eBook zusammengefasst.
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Inhaltsverzeichnis:
- Was ist ein Wertpapiersparplan?
- Wie funktioniert ein Wertpapiersparplan?
- Was sind die großen Vorteile eines Wertpapiersparplanes?
- Was sind die Nachteile eines Wertpapiersparplanes?
- Welche Produkte kann ich mit einem Wertpapiersparplan kaufen?
- Welche Chancen und Risiken bergen die einzelnen Produkte?
- Wie soll ich das Geld im Wertpapiersparplan anlegen? Fokussiert in einzelne Werte (Aktien) oder in verschiedene Mischwerte (Fonds, ETFs)?
- Welche Anlagemöglichkeit soll ich wählen, wenn ich Wert auf regelmäßige Ausschüttungen lege?
- Welche Anlagemöglichkeit soll ich wählen, wenn ich die Erträge reinvestieren möchte?
- Was kostet ein Wertpapiersparplan?
- Was kostet ein Wertpapiersparplan? (Rechenbeispiel)
- Wie wirken Kosten auf den Anlageerfolg?
- Konditionen der einzelnen Wertpapiersparplan-Anbieter im Vergleich
- Warum sollte ich in Erwägung ziehen, meinen Wertpapiersparplan passiv verwalten zu lassen und was sind die besonderen Vorteile der passiven Anlage?
- Was ist der Cost-Average-Effekt und wie wirkt dieser Effekt bei der Anlage in einen Wertpapiersparplan?
- Wie wirkt der Cost-Average-Effekt auf psychologischer Ebene?
- In welchem Intervall soll ich die Sparrate abführen (monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich)?
- Kann ich die Höhe der Sparrate und das Intervall der Sparrate jederzeit ändern?
- Kann ich einen Wechsel der Wertpapiere vornehmen, wenn ich ein Wertpapier nicht mehr ansparen möchte?
- Kann ich eine Einmalzahlung in den Wertpapiersparplan leisten?
- Wie richte ich einen Wertpapiersparplan für eine andere Person oder mein Kind ein?
- Kann ich den Wertpapiersparplan kündigen? Gibt es eine Kündigungsfrist?
- Was ist ein Auszahlungsplan?
- Ist ein Wertpapiersparplan besser als eine Kapital- oder Rentenversicherung?
- Deine nächsten Schritte …
Was ist ein Wertpapiersparplan?
In Sachen Wertpapiersparen und allgemein der Geldanlage am Kapitalmarkt ist in Deutschland noch viel Aufklärung notwendig.
Laut einer repräsentativen Umfrage der Aktion „pro Aktie“, (www.aktion-pro-aktie.de) betrachten 46 Prozent der Bürger die Aktie als ein reines Spekulationsobjekt. 51 Prozent sind der Meinung, Aktien seien nur etwas für Leute, die Geld wie Sand am Meer haben. 61 Prozent glauben gar, an Aktien verdienten vor allem die Banken.
Den Skeptikern und Kritikern möchte ich erklären: Mit Aktien lässt sich langfristig bei beherrschbarem Risiko wunderbar Vermögen aufbauen.
Dass mit kleinen Beträgen, die einem den Gürtel nicht zu eng schnüren lassen.
Und zu niedrigen Gebühren, die Banken bei weitem nicht fett machen.
Ein Wertpapiersparplan macht dies möglich.
Die langfristige Wertentwicklung kann sich sehen lassen.
Fünf bis acht Prozent Rendite jährlich sind hier langfristig im Durchschnitt möglich.
Wie funktioniert ein Wertpapiersparplan?
Ein Wertpapiersparplan ist im Grunde nichts anderes als ein Dauerauftrag.
Mit dem Unterschied: Das Geld landet nicht auf einem Sparbuch. Es wird in Wertpapiere angelegt.
Das Wertpapiersparen ermöglicht einen langfristigen Vermögensaufbau am Kapitalmarkt mit geringen Sparraten.
Vor allem Geringverdiener profitieren, weil es finanziell nicht knallt und langfristig auch mit geringem Budget Vermögen mit bester Aussicht auf Rendite gebildet wird.
Was sind die großen Vorteile eines Wertpapiersparplanes?
Es gibt drei wesentliche Vorteile eines Wertpapiersparplanes:
- Sparzwang
Du bist gezwungen in den Wertpapiersparplan einzuzahlen - Dauerauftrag.
Nach dem Motto: „Bezahle dich selbst zuerst“, zahlst Du in den Wertpapiersparplan ein, bevor Du Miete, Strom und die Handyrechnung bezahlt hast.
Eher Du dich versiehst, ist ein Jahr vorbei.
Du kannst dich an einem Päckchen echter Vermögenswerte begeistern.
Mit der regelmäßigen Einzahlung entsteht eine Automation.
Die Einzahlung in den Wertpapiersparplan wird zur Gewohnheit.
Die Bildung von Vermögen ist automatisiert.
- Zu geringen Kosten Wertpapiere kaufen
Hohe Kosten bei der Geldanlage braucht kein Anleger.
Hohe Kosten fressen im Extremfall die komplette Rendite auf.
Im Resultat bringt diese Art von „Investiererrei“ rückblickend nichts.
Die Rendite kannst Du nicht beeinflussen.
Die Kosten kannst Du steuern.
Die Kosten beim Wertpapiersparen drücken, ist eines der besten Investments für deinen finanziellen Triumph, welches Du machen kannst.
Mit einem Wertpapiersparplan lassen sich Wertpapiere bei führenden Direktbanken zu erfolgversprechenden Konditionen erwerben.
- Hohe Flexibilität
Ein Wertpapiersparplan ist flexibel.
Du kaufst Wertpapiere, die Du individuell aussuchst.
Kaufen kannst Du faktisch alles, was dein Anlegerherz begehrt: Aktien, börsengehandelte Indexfonds, aktiv gemanagte Investmentfonds und oder Zertifikate/ETCs.
Bei manchen Anbietern lassen sich bis zu fünf verschiedene Wertpapiere gleichzeitig erwerben.
Beispiel: Monatliche Einzahlung in den Wertpapiersparplan 125 Euro.
1 x 25 Euro Wertpapier A
1 x 25 Euro Wertpapier B
1 x 25 Euro Wertpapier C
1 x 25 Euro Wertpapier D
1 x 25 Euro Wertpapier E
Ein Wechsel der Wertpapiere ist jederzeit möglich. Wobei ich persönlich keinen Wechsel der Wertpapiere empfehle. Wenn Du dich nach einer gründlichen Recherche für ein oder mehrere Wertpapiere entschieden hast, dann solltest Du dabei bleiben.
Darüber hinaus lässt sich die Sparrate beliebig oft nach unten, sowie nach oben korrigieren. In wirtschaftlich miesen Zeiten kannst Du „weniger“ und in wirtschaftlich besseren Zeiten kannst Du „mehr“ sparen.
Ich empfehle dir: Den Wertpapiersparplan bis zum anvisierten Endzeitpunkt durchzuhalten. Das ist der Sinn eines Sparplanes.
Dennoch darfst Du jederzeit über einen Teil oder die gesamte Summe verfügen.
Der Wertpapiersparplan ist jederzeit auflösbar.
Eine „Strafe für Aussteiger“, so etwas Absurdes gibt es bei einem Wertpapiersparplan nicht.
Das sind die wesentlichen Vorteile. Hier eine Zusammenfassung der Kernvorteile, auf die ich später in diesem ultimativen Artikel ausführlich eingehe:
- Der Wertpapiersparplan ist flexibel einsetzbar. Flexibel einsetzbar bedeutet: Sparen für das Auto. Sparen für die Wohnungseinrichtung. Sparen für die Rente. Sparen für die Enkel.
- Es gibt keine Spar- oder Laufzeitvorgaben.
- Monatliches Sparen ist schon ab 25 Euro bei vielen Wertpapiersparplan-Anbietern möglich.
- Die Sparraten können jederzeit aufgestockt, gesenkt oder ausgesetzt werden.
- Einmalige Ein- oder Auszahlungen sind jederzeit möglich.
- Ausnutzung des Cost-Average-Effekts.
- Der Wertpapiersparplan ist zu günstigen Konditionen zu haben.
- Es gibt keine Haltefristen oder sonstige vertraglichen Bindungen (ein immenser Vorteil!).
- Es gibt keine Stornogebühren oder sonstigen Gebühren.
- Neben der regelmäßigen Einzahlung ist auch eine regelmäßige Auszahlung möglich.
Was sind die Nachteile eines Wertpapiersparplanes?
Ein Nachteil ist die Besteuerung.
Womit ich gleich beim Thema bin.
Benjamin Franklin formulierte es treffend: „Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.“
Einkünfte aus Kapitalvermögen unterliegen in Deutschland grundsätzlich der Kapitalertragssteuer.
Grundsätzlich, weil für Kapitalerträge: Bis zu 801 Euro für Alleinstehende und bis zu 1602 Euro für Verheiratete keine Kapitalertragssteuern anfallen.
Sofern bei dem Wertpapiersparplananbieter ein Freistellungsauftrag für Kapitalerträge (FSA) eingerichtet ist.
Bis zu diesen Freibeträgen fällt auf Zins und Dividende keine Kapitalertragssteuer an. Am Ende des laufenden Jahres (31.12.) wird der Freistellungsauftrag zurück auf „null“ gestellt.
Zu den Kapitaleinkünften zählen unter anderem:
- Zinsen aus Sparguthaben.
- Dividende aus Aktien, aktiv gemanagten Investmentfonds und börsengehandelten Indexfonds (ETFs).
Demzufolge auch Erträge aus dem Wertpapiersparplan.
Auch realisierte Kursgewinne unterliegen grundsätzlich der Kapitalertragssteuer.
Die Kapitalertragssteuer setzt sich zusammen aus:
- 25 Prozent Abgeltungssteuer,
- Davon 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls 8 Prozent (9 Prozent) Kirchensteuer.
Zusammenaddiert beläuft sich die Kapitalertragssteuer auf 26,375 Prozent (2016).
Der Staat beansprucht über das Finanzamt einen Teil der erwirtschafteten Kapitaleinkünfte für sich.
Letzten Endes schmälern die Rendite nicht nur Gebühren für Verwaltung, Vertrieb und Orderaufträge, sondern zu einem großen Teil die erhobenen Steuern.
Es ist nicht möglich, die Steuern zu steuern.
Steuern sind streng genommen auch keine Kosten.
Weil Steuern ebenso wie andere Gebühren die Rendite mindern, behandle ich sie wie Kosten.
Clever: Freistellungsauftrag einrichten.
Hast Du mehrere Konten bei mehreren Banken mit Kapitalzuflüssen, dann ist es sinnvoll, den Freistellungsauftrag optimal zu verteilen.
Welche Produkte kann ich mit einem Wertpapiersparplan kaufen?
Kaufen kannst Du mit einem Wertpapiersparplan fast alles, was dein Anlegerherz begehrt:
- Aktien,
- Aktiv gemanagte Investmentfonds,
- Börsengehandelte Indexfonds,
- Zertifikate / ETCs.
Welche Chancen und Risiken bergen die einzelnen Produkte?
Die Chancen und Risiken von Aktiensparen
Rückblickend betrachtet brachte keine Anlageform eine höhere Rendite.
Es gibt allerdings einen Schönheitsfehler.
Chancen:
- Ist das Unternehmen erfolgreich am Markt tätig, steigt in der Regel der Kurs der Aktie.
Hohe Gewinne sind aufgrund der Kursentwicklung möglich.
Risiken:
- Genau hier liegt das größte Risiko.
Schrumpft das Unternehmen am Markt, schwächelt in der Regel der Kurs.
Die Dividende leidet.
Ein Totalausfall ist nicht ausgeschlossen.
Mit einem Totalausfall ist auch das Geld im Wertpapiersparplan vernichtet.
Eine bekannte Börsenweisheit lautet daher: „Nicht alles auf eine Karte setzen.“
Die Chancen und Risiken von Fondssparen
Aktiv gemanagte Investmentfonds zählen zu den aktiven Anlagen, weil hier ein oder mehrere Fondsmanager versuchen durch aktives Handeln eine überdurchschnittliche Rendite (Performance) zu erzielen.
Fondsmanager handeln mit dem Ziel, den Vergleichsindex (die Benchmark) zu übertreffen.
Eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften: „Den Markt schlagen!“
Erstaunlich ist, dass lediglich etwa rund ein Viertel der deutschen aktiv gemanagten Fonds es langfristig schafft, eine bessere Performance als der DAX zu erzielen.
Chancen:
- Der Fonds erzielt eine Outperformance.
Bedeutet: der Fonds entwickelt sich besser als der Vergleichsindex (die Benchmark). - Das eingezahlte Geld im Investmentfonds gilt als Sondervermögen, welches im Fall einer Pleite des Geldverwalters an die Anleger ausgezahlt wird.
Risiken:
- Die Kosten des Fondsmanagers schlagen sich in den jährlichen Managementgebühren nieder - der Management Fee.
Um die Kosten des Fondsmanagers zu decken, muss ein aktiv gemanagter Fonds eine Rendite erwirtschaften, die mindestens die Managementgebühren ausgleicht.
Damit Du als Privatanleger auch was davon hast, muss der Fonds mindestens alle weiteren (Verwaltungs-)Kosten des Fonds decken und dazu weitere Rendite erzielen.
Aufgrund der hohen Kosten sind zahlreiche Untersuchungen zu dem Ergebnis gekommen, dass es nur wenigen Fondsmanagern gelingt, den Vergleichsindex regelmäßig und deutlich zu übertreffen.
In vielen Fällen fressen die hohen Kosten die Rendite auf!
Dazu: Ist es einem Fondsmanager in der Vergangenheit gelungen, eine Überrendite zu erzielen, bedeutet das nicht, dass er auch zukünftig Überrenditen erzielen kann. Außerdem kann es zu einem Managementwechsel und folglich einem Kurswechsel im Hinblick auf die Strategie kommen. Was wiederum zu Unsicherheiten führen kann.
Die Chancen und Risiken von ETF-Sparen
ETFs gelten als passive Anlagen, weil hier lediglich die Wertentwicklung eines Börsenindex nachgebildet wird.
Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds, wo ein Fondsmanager versucht einen Vergleichsindex zu übertreffen, bilden ETFs einen Vergleichsindex nach.
Hier wird nicht versucht, sich besser als der Vergleichsindex zu entwickeln.
Es ist das primäre Ziel eines ETFs die Kosten niedrig zu halten.
Vor allem den Vergleichsindex möglichst genau nachzubilden.
Die gleiche Performance wie der Vergleichsindex zu erzielen.
Das Ideal:
- steigt der Vergleichsindex, steigt der ETF,
- fällt der Vergleichsindex, fällt der ETF.

Chancen:
- In einem ETF sind überwiegend die Werte vertreten, die im jeweiligen Index vertreten sind, welchen der ETF nachbildet. Das Investieren in ETFs ist transparent.
- Die Kosten von ETFs sind geringer als von aktiv gemanagten Fonds.
Hier gibt es keinen Fondsmanager.
Keine Managementgebühr.
Die Kosten für die Anpassungen innerhalb eines ETFs sind geringer als im aktiven Fondsmanagement. - ETFs werden an der Börse gehandelt.
Sie sind daher leichter und schneller handelbar. - Das Emittentenrisiko ist vermindert.
In physisch-replizierende ETFs investierte Kapital gilt als Sondervermögen, welches im Fall einer Pleite des Geldverwalters an die Anleger ausgezahlt wird.
Risiken:
- Immer mehr überflüssige ETFs kommen an den Markt. Hinter der Fassade vermeintlich simpler ETFs können sich unangenehme Überraschungen verbergen. Das macht die Suche nach dem passenden ETF langwierig und schwierig.
Die Chancen und Risiken von Zertifikaten/ETC-Sparen
Weil es in etlichen Fällen aufwändig ist, Rohstoffe als Sicherheit zu hinterlegen, werden Rohstoffe kaum als ETFs angeboten. Statt dessen gibt es ETCs (Exchange Traded Commodities), die rechtlich unbefristete Schuldverschreibungen – also Anleihen – sind.
Chancen:
- ETCs gibt es auf eine Reihe von Rohstoffen. Sie sind geeignet, um flexibel und kostengünstig in den Rohstoffmarkt zu investieren.
- ETCs können zur Risikostreuung im Wertpapiersparplan eingesetzt werden. Als Beimischung.
Risiken:
- Keine Rendite (Dividende).
- Wenn der Emittent, der den ETC herausgegeben hat zahlungsunfähig wird, unterliegen ETCs dem Insolvenzverfahren.
Wie soll ich das Geld im Wertpapiersparplan anlegen? Fokussiert in einzelne Werte (Aktien) oder in verschiedene Mischwerte (Fonds, ETFs)?
Mit zwei oder drei Aktien im Wertpapiersparplan ist es nicht möglich, ein diversifiziertes Portfolio zu erstellen. Von Diversifikation kann hier keine Rede sein.
Entweder: Du entscheidest dich für zwei, drei oder vier einzelne Aktien, mit dem Risiko einen Totalverlust erleiden zu können.
Oder: Du entscheidest dich für ein oder gleich mehrere Mischprodukte, um das Risko eines Totalverlustes zu minimieren.
Welche Anlagemöglichkeit soll ich wählen, wenn ich Wert auf regelmäßige Ausschüttungen lege?
Viele Unternehmen schütten regelmäßig Dividende an ihre Aktionäre aus.
Mit „Dividenden-Aktien“ kannst Du eine „Geldquelle“ erschließen.
Ist dir das Risiko eines Einzelinvestments zu groß, solltest Du entweder Investmentfonds oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) näher in Betracht ziehen.
Hier ist zu beachten: Alle am Markt existierenden Fonds und ETFs schütten grundsätzlich am Ende einer Geschäftsperiode, nach Abzug aller Kosten, die erwirtschafteten Erträge an die Anleger aus. Sofern Erträge erwirtschaftet wurden.
Anschließend wird in thesaurierende und ausschüttende ETFs differenziert.
Hier ist nicht die Höhe der Erträge maßgebend.
Sondern ganz und allein die Art und Weise, wie die Erträge verwendet werden.
Unterschied zwischen thesaurierend und ausschüttend
Handelt es sich um ein thesaurierendes Wertpapier, so werden die Erträge nach der Ausschüttung sofort in das gleiche Wertpapier reinvestiert.
Sie werden thesauriert.
Der Eigenwert des Wertpapiers erhöht sich.

Handelt es sich um ein ausschüttendes Wertpapier, so werden die Erträge direkt dem Verrechnungs- oder Girokonto des Anteilseigners zur freien Verwendung gutgeschrieben.

Falls Du die Erträge nicht reinvestieren möchtest und Wert auf regelmäßige Ausschüttungen legst, solltest Du den Wertpapiersparplan mit ausschüttenden Wertpapieren bestücken.
Welche Anlagemöglichkeit soll ich wählen, wenn ich die Erträge reinvestieren möchte?
Wenn Du Erträge sowieso reinvestieren möchtest, solltest Du thesaurierende Wertpapiere wählen. Keine Aktien.
Der Vorteil thesaurierender Wertpapiere liegt in der optimalen Nutzung des Zinseszinseffekts.
Die Erträge werden automatisch und ohne erneute Kaufgebühren reinvestiert.
Vorsicht: Beim Verkauf eines ausländischen, thesaurierenden Fonds oder EFTs könnte ein steuerlicher Wirrwarr entstehen.
Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, bewahre am besten alle Belege gründlich auf.
Diesbezüglich ist es besser, einen thesaurierenden Fonds oder ETFs mit deutschem Domizil wählen.
Wie Du einen Fonds/ETF mit einem deutschen Domizil erkennst, erfährst in diesem Artikel.
Dazu empfehle ich dir mein Geld- und Börsenseminar: „Ab heute bist Du Finanzprofi!“
Was kostet ein Wertpapiersparplan?
Wichtig ist, dass Du verstehst, dass es neben dem Staat (Steuern) zwei große Kostenverursacher gibt:
Kostenverursacher Nummer eins: Wertpapiersparplananbieter

Kostenverursacher Nummer zwei: Emittent (z.B. ETF-Anbieter)

Bei dem Wertpapiersparplan-Anbieter kannst Du Kosten sparen, indem Du nach günstigen Konditionen Ausschau hältst.
"Tschüs Hausbank! Willkommen Direktbank!", ist eine Möglichkeit.
Bei dem Emittenten kannst Du Kosten sparen indem Du ein kostengünstiges Wertpapier erwirbst.
"Tschüs Hausbank und damit tschüs hauseigene aktiv gemanagte Investmentfonds! Willkommen börsengehandelte passive Indexfonds (ETFs)!", ist hier eine Möglichkeit.
Was kostet ein Wertpapiersparplan? (Rechenbeispiel)
Beispielkonditionen des Wertpapiersparplan-Anbieters I:
„Kein Kaufaufschlag, sondern lediglich 1,5 Prozent des Ordervolumens - maximal 4,90 Euro pro Transaktion und WKN.“
Ich rechne mit einem Anlagebetrag von 50 Euro.
Ich zahle also jeden Monat 50 Euro in den Wertpapiersparplan ein.
1,5 Prozent von 50 Euro sind 0,75 Cent an Ordergebühren pro Monat.
Rechnen wir das Ganze auf ein Jahr hoch:
50 Euro x 12 Monate x 1,5 Prozent ergeben 9,00 Euro an Ordergebühren.
Rechnen wir das Ganze auf 30 Jahre hoch:
9,00 Euro x 30 Jahre = 270 Euro an Gebühren, die der Wertpapiersparplan im Einkauf verursacht.
Bedenken müssen wir auch die Verkaufsgebühren, die aller Wahrscheinlichkeit nach identische Gebühren verursachen werden.
Beispielkonditionen des Wertpapiersparplan-Anbieters II:
„ETF-, Aktien- und Zertifikate-Sparpläne für 1,75 Prozent Orderprovision“
Ich rechne auch hier mit einem Anlagebetrag von 50 Euro.
Ich zahle also jeden Monat 50 Euro in den Wertpapiersparplan ein.
1,75 Prozent von 50 Euro sind 0,86 Cent an Ordergebühren pro Monat.
Rechnen wir das Ganze auf ein Jahr hoch:
50 Euro x 12 Monate x 1,75 Prozent ergeben 10,32 Euro an Ordergebühren.
Rechnen wir das Ganze auf 30 Jahre hoch:
10,32 Euro x 30 Jahre = 309,60 Euro an Gebühren, die der Wertpapiersparplan im Einkauf verursacht.
Bedenken müssen wir auch die Verkaufsgebühren, die aller Wahrscheinlichkeit nach identische Gebühren verursachen werden.
Zwischenfazit: Ein Mehrbetrag von 1,32 Euro jährlich und ein Mehrbetrag von 39,60 Euro innerhalb eines 30-Jahres-Zeitraums bei Wertpapiersparplan-Anbieter II.
Je günstiger die Konditionen, desto geringer die Ordergebühren und desto mehr Anteile erwirbst Du von Monat zu Monat. Jahr für Jahr.
Bereits 0,01 Prozentpunkte mehr pro Order können über zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre einen riesen Haufen Mist verursachen.
Frage: Was glaubst Du, wie viel Kosten eine Lebensversicherung verursacht?
Antwort: 4000 Euro. Das kann nicht sein! Doch, es kann.
Das war die eine Seite des Kostenverursacher Nummer eins: der Wertpapiersparplan-Anbieter.
Rechnen wir weiter mit Kostenverursacher Nummer II: dem Emittenten (Bank, Versicherung oder Fondsgesellschaft). Auch hier mit einem konkreten Rechenbeispiel.
Konditionen eines Emittenten für einen aktiv gemanagten Investmentfonds
Name des Fonds: FONDSBAB DOW MAXI JONES DIVI FONDS
Ausgabeaufschlag: 5,00 Prozent
Gesamtkostenquote (TER): 2,50 Prozent p.a.
Konditionen eines Emittenten für einen börsengehandelten Indexfonds (ETF)
Name des ETFs: USD EURO EMERGING MSCI MARKETS PFUND ETF
Ausgabeaufschlag: 0,00%
Gesamtkostenquote (TER): 0,15 Prozent p.a.
Zwischenfazit: Je niedriger die gesamten Kosten (Gesamtkostenquote (TER) + Ausgabeaufschlag), desto höher der Betrag, der als Rendite bei dir verbleibt.
Insgesamt können auch beim Emittenten wenige Prozentpunkte über zwanzig, dreißig oder vierzig Jahre über den Erfolg des Wertpapiersparplans entscheiden.
Zum Ausgabeaufschlag habe ich eine radikale Meinung: Finger weg von Produkten mit Ausgabeaufschlag. Das ist Wucher!
Dagobert Duck würde seinen Finanzberater folgendes Fragen: "Gibt es einen Ausgabeaufschlag? Wie hoch ist die Gesamtkostenquote (TER)?"
Einzig richtige Antwort des Beraters, um seinen Job bei der reichsten Ente der Welt behalten zu dürfen: "Kein Ausgabeaufschlag, Herr Duck. Gesamtkostenquote (TER) bei 0,07 Prozent bis 0,42 Prozent (mehr oder weniger)."
Wie wirken Kosten auf den Anlageerfolg?
Dieser Frage ist der weltweit drittgrößte Anbieter von ETFs und Indexfonds Vanguard in einer Studie nachgegangen.

Die rechte hintere Glockenkurve verdeutlicht die Überschussrendite vor Kosten. Die rechte hintere Hälfte steht für positive Werte. Die linke vordere Seite steht für negative Werte und konsequenterweise deren Summe der Marktrendite entspricht. Werden auch die in der Realität üblichen Gebühren wie Managementgebühren und Transaktionskosten erfasst, verschiebt sich die Kurve nach links. Ein Teil der vermögensgewichteten Performance liegt dadurch zwar weiterhin auf der rechten Seite der Kurve, die die Marktrendite repräsentiert (gestrichener Teil), bleibt aber nach Abzug der Kosten hinter der Marktrendite zurück. Ein Großteil der vermögensgewichteten Performance der Anleger bleibt also nach Kosten hinter der Marktrendite zurück.
Nochmal: Je niedriger die Kosten eines Anlageprodukts, desto näher kommst Du an die Marktrendite heran.
Ein Beispiel:
Unterstellen wir für den deutschen Aktienmarkt eine durchschnittliche jährliche Rendite von acht Prozent. Dann kann ein Anleger mit einem ETF bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro nach zehn Jahren 21.410 Euro erwarten, während der Markt bei 21.589 Euro stehen würde. Der Grund für diese kleine Differenz sind natürlich die jährlichen Gesamtkosten des ETF von 0,09 Prozent.
Ganz anders fällt das Ergebnis bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds aus. Dieser ist wohl kaum unter 1,25 Prozent jährlicher Kostenbelastung und drei Prozent Ausgabeaufschlag zu haben. Vorausgesetzt, der Fondsmanager schafft vor Kosten eine identische Wertentwicklung wie der DAX, dann ergibt sich in zehn Jahren trotzdem nur ein Anlageergebnis von 18.640 Euro.
Das sind 2770 Euro weniger als beim ETF, obwohl der Fondsmanager es geschafft hat, eine identische Wertentwicklung wie der DAX zu erwirtschaften.
Konditionen der einzelnen Wertpapiersparplan-Anbieter im Vergleich
Direktbank
Comdirect
Gebühren bei Sparrate 50 Euro
0,75 Euro
Gebühren bei Sparrate 100 Euro
1,50 Euro
Gebühren bei Sparrate 300 Euro
4,50 Euro
Direktbank
ING-DiBa
Gebühren bei Sparrate 50 Euro
0,88 Euro
Gebühren bei Sparrate 100 Euro
1,75 Euro
Gebühren bei Sparrate 300 Euro
5,25 Euro
Direktbank
OnVista
Gebühren bei Sparrate 50 Euro
0,00 Euro
Gebühren bei Sparrate 100 Euro
0,00 Euro
Gebühren bei Sparrate 300 Euro
0,00 Euro
Direktbank
Consorsbank
Gebühren bei Sparrate 50 Euro
0,75 Euro
Gebühren bei Sparrate 100 Euro
1,5Euro
Gebühren bei Sparrate 300 Euro
4,50 Euro
Direktbank
1822direkt Bank
Gebühren bei Sparrate 50 Euro
2,95 Euro
Gebühren bei Sparrate 100 Euro
2,95Euro
Gebühren bei Sparrate 300 Euro
2,95 Euro
Angaben ohne Gewähr: Juli 2016
Warum sollte ich in Erwägung ziehen, meinen Wertpapiersparplan passiv verwalten zu lassen und was sind die besonderen Vorteile der passiven Anlage?
Passiv bedeutet in diesem Fall: Kaufen und das Halten (Buy-and-Hold) von Wertpapieren bis zum anvisierten Ende des Wertpapiersparplanes.
Nicht Umschichten.
Dazu nur breitgestreute passive Wertpapiere wie ETFs kaufen, die lediglich einen Index nachbilden.
Der Hauptgrund sind die Kosten, die bei der passiven Verwaltung attraktiv niedrig sind.
Dazu die Aussicht auf eine attraktive Marktrendite.
Was ist der Cost-Average-Effekt und wie wirkt dieser Effekt bei der Anlage in einen Wertpapiersparplan?
Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) wurde bereits von dem einflussreichen Wirtschaftswissenschaftler und Investor Benjamin Graham (USA) beschrieben. Der Cost-Average-Effekt soll „Timing-Fehler“ verringern, weil an der Börse der beste Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt nicht bestimmt werden kann.
Der Cost-Average-Effekt dehnt das Problem des richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunktes rein visuell betrachtet aus.

"Die Wellen entwickeln sich, je länger Du investiert, von kurzen holprigen Wellen zu langen gleichmäßigen Wellen, die stetig abflachen."
Mit der regelmäßigen Investition eines gleichbleibenden Betrages in einen Wertpapiersparplan verringern sich die Folgen von "Timing-Fehlern".
Der Ertrag der Investition bewegt sich zwischen dem einer Einmalinvestition zum günstigsten beziehungsweise zum ungünstigsten Einstiegszeitpunkt.
Zum Durchschnitt eben!

Bei steigenden Kursen werden weniger Anteile und bei sinkenden Kursen mehr Anteile erworben.
Dadurch soll der Anleger bei regelmäßiger Anlage (zum Beispiel jeden Monat) und einem gleichbleibenden Betrag (zum Beispiel 25 Euro) die Anteile zu einem vorteilhaften Durchschnittskurs erhalten.
Ich tanke stets die gleiche Menge Benzin (30 Liter)

Ich tanke stets zum selben Betrag (52,30 Euro)

Ergebnis nach drei Tagen tanken: Tanke ich stets zum selben Betrag, bekomme ich den Liter Benzin zu einem vorteilhaften Durchschnittspreis.
Wie wirkt der Cost-Average-Effekt auf psychologischer Ebene?
Zum einen: Der Anleger kann sich glücklich schätzen, sollte der Kurs fallen, nicht das gesamte Kapital auf ein Mal investiert zu haben.
Zum anderen: Sollte der Kurs fallen, kann der Anleger weitere Wertpapiere zu einem geringeren Kurs erwerben.
Auf der anderen Seite: Sollte der Kurs steigen, hat der Anleger das Gefühl, dass sich die Investition auszahlt.
Insgesamt fördert der psychologische Aspekt des Cost-Average-Effektes die Volatilität des Marktes (Kursschwankungen) besser zu überstehen.
In welchem Intervall soll ich die Sparrate abführen (monatlich, zweimonatlich oder vierteljährlich)?
Es gibt keine Vorgaben. Das hängt ganz davon ab, wie Du den Wertpapiersparplan gestalten möchtest.
Kann ich die Höhe der Sparrate und das Intervall der Sparrate jederzeit ändern?
Du kannst über die Höhe der Sparrate und das Intervall der Sparrate jederzeit bestimmen.
Du kannst den gesamten Wertpapiersparplan jederzeit deinen persönlichen und finanziellen Bedürfnissen anpassen.
Kann ich einen Wechsel der Wertpapiere vornehmen, wenn ich ein Wertpapier nicht mehr ansparen möchte?
Ein Wechsel der Wertpapiere ist jederzeit möglich.
Kann ich eine Einmalzahlung in den Wertpapiersparplan leisten?
Bei etwaigen Anbietern kannst Du jederzeit eine Einmalzahlung in den Wertpapiersparplan leisten.
So kann zum Beispiel aus einem netten Geldgeschenk von der Oma eine Investition in die Zukunft werden.
Wie richte ich einen Sparplan für eine andere Person oder mein Kind ein?
Dazu muss diese andere Person zunächst ein Depot eröffnen (Depot-Vergleich).
Bei Minderjährigen läuft das Depot auf den Namen des Kindes. Die Eltern werden als Gesetzliche Vertreter auf der Kontoeröffnung eingetragen.
Der Schenkende oder die Eltern überweisen dann einfach auf das angelegte Konto.
Die andere Person oder die Eltern müssen nur noch einen Sparplan einrichten.
Kann ich den Wertpapiersparplan kündigen? Gibt es eine Kündigungsfrist?
Eine Kündigungsfrist gibt es bei einem Wertpapiersparplan nicht.
Du kannst jederzeit Teile des Vermögens verkaufen oder jederzeit über das gesamte Vermögen verfügen.
Was ist ein Auszahlplan?
In einen Wertpapiersparplan lässt es sich nicht nur einzahlen.
Es lassen sich auch festgelegte Raten regelmäßig auszahlen.
So kann das Endvermögen später im Rentenalter unterstützend die Rente aufbessern.
Einfaches Beispiel:
Der Wertpapiersparer hat dreißig Jahre jeden Monat 25 Euro in den Wertpapiersparplan einbezahlt. Insgesamt 9.000 Euro. Sein gesamtes Vermögen bei einer Verzinsung von 5% jährlich beträgt mit Zins und Zinseszins etwa 20.000 Euro.
Aus Einfachheitsgründen verzichte ich auf ungerade Zahlen und Nachkommastellen.
Wenn der Wertpapiersparer das Endguthaben in Form eines Auszahlungsplanes mit festen monatlichen Raten innerhalb von 30 Jahren verbrauchen möchte, können jeden Monat etwa 55 Euro aus dem Wertpapiersparplan entnommen werden. Nach etwa 30 Jahren ist das gesamte Vermögen im Wertpapiersparplan aufgebraucht.
Das Beispiel im einfachen Schaubild:

Ist ein Wertpapiersparplan besser als eine Kapital- oder Rentenversicherung?
Punkt für den Wertpapiersparplan:
- Der Wertpapiersparer ist zu jedem Zeitpunkt absolut flexibel. Er kann die Sparrate jederzeit reduzieren, erhöhen oder aussetzen. Er kann jederzeit einen Teil oder auch das gesamte Vermögen auflösen und für andere Zwecke verwenden. Auch Zuzahlungen sind zu jeder Zeit und in beliebiger Höhe möglich.
Punkt für die Kapital- oder Rentenversicherung:
- Bei einem Wertpapiersparplan gibt es keine Absicherung für die Hinterbliebenen, wie beispielsweise bei einer Kapitallebensversicherung. Diese erhalten im Falle des Ablebens das bisher angesparte Kapital ausgezahlt.
Der grundlegende Unterschied zwischen einer Versicherung und einem Wertpapiersparplan:
- Bei der Besteuerung genießen Versicherungen gewisse Vorteile.
Ein Wertpapiersparplan ist ein regelmäßiger Wertpapierkauf.
Erzielte Gewinne müssen daher mit der Abgeltungssteuer versteuert werden.
Deine nächsten Schritte …
- Eröffne beim Anbieter deiner Wahl ein Depotkonto mit vorteilhaften Wertpapiersparplan-Konditionen.
- Richte den Freistellungsauftrag ein.
- Richte einen Wertpapiersparplan ein.
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- Bestimme den ersten Kauf (Datum).
- Bestimme den letzten Kauf (Datum).
- Bestimme die monatliche Sparrate (Betrag).
- Bestimme das Intervall (monatliches, quartalsweises oder jährliches sparen).
- Wähle die Produkte, die Du ansparen möchtest:
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- Aktien,
- aktiv gemanagte Investmentfonds,
- börsengehandelte Indexfonds (ETFs),
- Zertifikate/ETCs.
- Archiviere alle Abrechnungen.
- Halte durch. Bleib am Ball!
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Über den Autor
Dimi Novo ist Gründer der MoosParade: "Weil ohne Moos nix los!"
Er ist Autor des Finanzbuches: "Arm sein ist nicht sexy!"
Verfasser des Börsenseminars: "Ab heute bist Du Finanzprofi!"
Sein Hobby: Texte mit dunkelblauen Bildchen bestücken.
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