REITs steht für Real Estate Investment Trusts.
REITs sind Aktiengesellschaften, die an der Börse notiert sind. Der Anlageschwerpunkt der Gesellschaften liegt bei Immobilien.
Die Hauptaufgaben eines REITs sind:
- der Erwerb von Immobilien,
- die Verwaltung von Immobilien,
- der Besitz von Immobilien,
- die Finanzierung von Immobilien
- die Veräußerung von Immobilien.
Das Hauptgeschäftsfeld eines REITs besteht also darin, in Immobilien zu investieren um daraus Gewinne zu erwirtschaften.
Laut dem deutschen REIT-Gesetz müssen REITs einen Großteil der erwirtschafteten Gewinne in Form von Dividenden an die Anleger ausschütten.
Die Dividende kann direkt ausgeschüttet oder thesauriert werden. Dies obliegt dem ausgewählten REIT.
In Deutschland sind REITs eine relativ neue Investmentform und wurden erst im Jahr 2007 per Gesetz beschlossen.
REITs (Investition, Arten und Formen)
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Wie oben bereits erwähnt sind REITs börsennotierte Immobilien-Aktiengesellschaften, die sich auf den Erwerb, die Verwaltung, den Besitz, die Finanzierung und die Veräußerung von Immobilien spezialisiert haben.
REITs können somit genau wie Aktien, ETFs oder Fonds an der Börse gehandelt werden.
Der Kauf und Verkauf erfolgt über das eigene Depot bei der Bank. Die erworbenen Anteile werden im Depot verbucht und sind jederzeit ersichtlich.
Auch besteht die Möglichkeit in REITs-Indizes zu investieren. REITs-Indizes sind Werte, welche aus vielen Einzel-REITs bestehen.
Der Anleger hat die Möglichkeit zwischen verschiedenen REITs zu wählen. So gibt es internationale REITs (USA, Kanada, Singapur, Hong Kong etc.) und deutsche REITs.
Auch gibt es REITs die nur entweder auf Gewerbeimmobilien, Gefängnisse, Hotels etc. oder die Veräußerung von Immobilien spezialisiert sind.
Einen REIT, welcher auf Business- und Industrieimmobilien in Singapur spezialisiert ist, habe ich meinem Dividenden-Depot beigemischt.
Mit meinem Dividenden-Depot versuche ich regelmäßige passive Einkommensströme zu erzeugen. Mit dem Kauf eines REITs möchte ich u.a. auch versuchen mein Depot zu diversifizieren um das Risiko meiner Einlage zu streuen.
REITs (Gewinne und die steuerliche Behandlung)
REITs sind nach dem Gesetz verpflichtet mindestens 90% der erwirtschafteten Gewinne aus den Immobilien, wie z.B. Mieteinnahmen oder Veräußerungen, an die Anleger auszuschütten. Somit erhält der Anleger eine Mindestausschüttung.
Diese Mindestausschüttung ist vergleichbar mit der Dividendengarantie.
Im deutschen REITs-Gesetz ist außerdem vorgeschrieben, dass die Gesellschaften min. 75% des REITs-Volumens in Immobilien investieren müssen. Die restlichen 25% können aus anderen Einkünften erwirtschaftet werden.
Zu beachten wäre, dass ausländische REITs verschiedene Mindestausschüttungsquoten haben. Es können zusätzliche Steuern, wie eine ausländische Quellensteuer anfallen. Hier lohnt es sich besonders gut zu informieren. Die Internetseite www.reits-anleger.de kann hier Klarheit verschaffen.
Die Dividenden aus REITs zählen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und werden nicht anders als Dividendenerträge aus Aktien, Fonds oder ETFs behandelt.
Die Dividenden unterliegen der gesetzlichen Kapitalertragssteuer (Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer).
Eine Kapitalertragssteuer auf Dividenden fällt jedoch nicht an, solange die Dividendenerträge unter dem jährlichen Sparerpauschbetrag bleiben.
Bei ausländischen REITs kann unter Umständen eine Quellensteuer anfallen.
Hier wäre zu erwähnen, dass die steuerliche Behandlung der Gewinne nur auf der Seite des Anlegers stattfindet.
REITs Chancen
- Die Investition erfolgt in Sachwerte (Immobilien). Immobilien können weitestgehend eine sichere Anlagemöglichkeit sein, die die Inflation ausgleichen können und dem Anleger vergleichsweise einen konstanten Geldfluss zukommen lassen.
- REITs sind wie Aktien schnell handelbar und können rasch wieder verkauft werden.
- REITs sind verpflichtet 90% ihres Gewinns als Dividende an die Anleger auszuschütten. Der Anleger erhält also immer eine Mindestausschüttung.
- Die Dividende unterliegt (nur) der Kapitalertragssteuer. Körperschafts- und Gewerbesteuer fallen nicht an. Somit kann die Investition in REITs steuerlich vorteilhafter sein als die Investition in tatsächlich erworbene Immobilien.
- Der Anleger kann vergleichsweise mit niedrigen Einlagen Anteile an Immobilien erwerben.
REITs Risiken
- Wie alle Wertpapiere unterliegen REITs Kursschwankungen, die bis hin zum Totalverlust der Einlage führen können.
- REITs müssen nach dem Gesetz eine Mindestausschüttung vornehmen. Auch dann, wenn keine Gewinne erwirtschaftet wurden. So werden REITs auf Eigenkapitalzuführungen vom Kapitalmarkt angewiesen sein (Kapitalerhöhungen).
- Die Gefahr besteht, dass unseriöse Anbieter das Vertrauen der Anleger ausnutzen, in dem sie Schrottimmobilien als vermeidlich sichere Immobilien-Anlagemöglichkeit verkaufen.