Die Dividende ist der Anteil eines Aktionärs am Gewinn des Unternehmens, an dem er über seine Aktien beteiligt ist.
Die Dividendenzahlung und auch die Dividendenkürzung, -erhöhung oder -streichung wird auf der jährlichen Hauptversammlung von dem Aufsichtsrat der Aktionäre vorgeschlagen.
Gelegentlich wird von den Unternehmen auch dann eine Dividende gezahlt, auch wenn das Unternehmen keine entsprechenden Gewinne gemacht hat.
Dadurch werden die Aktionäre bei Laune gehalten, trotz der schlechten Ertragslage des Unternehmens.
Das Unternehmen greift dann seine Reserven an und schwächt so tendentiell seine Ertragskraft.
Bei Kursrückschlägen erhalten diese Anleger dann wenigstens eine angemessene Verzinsung für ihr investiertes Kapital.
Bardividende und Stockdividende
Die Dividenden können unterschieden werden in Bardividenden und Stockdividenden.
Bei der Bardividende wird Geld mittels eines Kupons direkt an den Aktionär ausgeschüttet und dem Konto gutgeschrieben.
Mit der Stockdividende werden zusätzliche Aktien ohne Gegenleistung erworben.
Dividendengarantie
Aktionäre die durch Vorzugsaktien keine Stimmrechte haben, können eine Dividendengarantie erhalten.
Durch eine Dividendengarantie wird sicher eine Mindestdividende ausgeschüttet, unabhängig davon wie das Unternehmen gewirtschaftet hat.
Damit soll ein Investitionsanreiz geschaffen und die Anleger bei Laune gehalten werden.
Dividendenrendite
Unter dem Gesichtspunkt der Dividende spielt die Kennziffer Dividendenrendite eine wichtige Rolle.
Die Dividendenrendite darf jedoch nicht das alleinige Kriterium der Anlageentscheidung sein. Denn es gibt keine Garantie dafür, dass auch im nächsten Jahr wieder eine hohe Ausschüttung gezahlt wird.
Hat das Unternehmen zumindest in der Vergangenheit immer eine solide Dividende gezahlt, stehen die Anzeichen dafür nicht schlecht, dass das Unternehmen solide wirtschaftet und ausschüttet.
So gibt es sog. Dividendenaristokraten die schon seit Jahrzehnten kontinuierlich Dividenden an die Aktionäre auszahlen.
Dividendenrendite (Formel und Rechenbeispiel)
Wenn also eine Aktie 1500 € gekostet hat und 50 € p.a. ausgeschüttet wurden, so beträgt die Dividendenrendite 3,33 %.
Das investierte Kapital wurde also mit 3,33 % p.a. verzinst.
Die Dividendenrendite ist meist die Bruttorendite. Die Bruttodividende unterliegt i.d.R. der gesetzlichen Abgeltungssteuer. Bei ausländischen Unternehmen fällt manchmal auch eine Quellensteuer an.